Betriebsprüfung: Warum Sie keine Panik haben müssen

Betriebsprüfungen sind Routine. Erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Strategie und professioneller Hilfe gelassen durch jede Prüfung kommen.
2.11.26
2
 Minuten
Diesen Artikel teilen
Inhaltsverzeichnis

Kurz & knapp

  • Routineprozess: Betriebsprüfungen sind ein normaler Teil des Unternehmertums und kein Grund zur Sorge.
  • Kommunikationshoheit: Lassen Sie ausschließlich Ihren Steuerberater mit dem Prüfer sprechen.
  • Prüfungszeitraum: In der Regel werden lediglich die letzten drei abgeschlossenen Jahre unter die Lupe genommen.
  • Fokuspunkt Fuhrpark: Fahrtenbücher und die 1%-Regelung sind die häufigsten Angriffspunkte bei Prüfungen.
  • Prozessoptimierung: Nutzen Sie das Ergebnis, um Ihre Buchhaltung und Belegabläufe langfristig prüfungssicher zu machen.

Wenn der Brief vom Finanzamt kommt, herrscht bei vielen Unternehmern erst einmal Unruhe.

Doch eine Betriebsprüfung ist keine Bestrafung, sondern ein systematischer Abgleich, ob die steuerlichen Spielregeln eingehalten wurden.

Wer gut vorbereitet ist und die richtige Strategie verfolgt, kann der Prüfung gelassen entgegensehen.

Die goldene Regel: Lassen Sie den Profi sprechen

Der wichtigste Rat für jede Prüfung: Bleiben Sie im Hintergrund.

Ihr Steuerberater sollte die gesamte Kommunikation führen.

Das signalisiert Professionalität und verhindert, dass Sie durch unbedachte Aussagen unnötige Fragen provozieren.

Da die meisten Prüfungen heute Remote stattfinden, erfolgt der Datenaustausch ohnehin meist direkt zwischen der Kanzlei und dem Finanzamt.

Der "Jackpot" für Prüfer: Der Firmenwagen

Erfahrungsgemäß stürzen sich Prüfer besonders gerne auf das Thema Firmenwagen.

Warum?

Weil hier oft Fehler bei der Dokumentation passieren.

Der Prüfer hat Zugriff auf Datenbanken, sieht Unfallberichte, Werkstattrechnungen und TÜV-Berichte.

Stimmen diese Kilometerstände nicht mit dem Fahrtenbuch oder der pauschalen Versteuerung überein, drohen sofortige Nachzahlungen.

Eine saubere Dokumentation ist hier Ihre beste Verteidigung.

Nach der Prüfung: Den Bericht strategisch nutzen

Sobald der Prüfbericht vorliegt, beginnt die Detailarbeit.

Gemeinsam mit Ihrem Berater prüfen Sie, ob die Feststellungen rechtlich fundiert sind oder auf schwammigen Begriffen wie "nach Aktenlage" basieren.

Bevor ein Bescheid endgültig wird, besteht oft noch erheblicher Gestaltungsspielraum, um Nachzahlungen durch sachliche Stellungnahmen abzuwenden oder zumindest abzumildern.

Die Prüfung als Chance begreifen

Eine Betriebsprüfung zeigt Ihnen schonungslos auf, wo Ihre internen Prozesse noch Lücken haben.

Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um Ihre Dokumentation und Ihr Controlling auf das nächste Level zu heben.

So gehen Sie nicht nur souverän aus der aktuellen Prüfung raus, sondern sind für die Zukunft bestens aufgestellt.

Steht bei Ihnen eine Prüfung an oder wollen Sie Ihre Prozesse absichern?

Wir analysieren Ihre Risikofaktoren und sorgen dafür, dass Sie steuerlich optimal und stressfrei durch jede Betriebsprüfung kommen.

Jetzt kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Häufige Fragen & Antworten

Wie weit geht eine Betriebsprüfung zurück?

Meist werden drei zusammenhängende Kalenderjahre geprüft. Bei schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten kann der Zeitraum jedoch erweitert werden.

Findet die Prüfung immer bei mir im Betrieb statt?

Nein, heutzutage finden Prüfungen überwiegend Remote oder in den Räumen des Steuerberaters statt. Ein Vor-Ort-Termin ist die Ausnahme.

Woran erkenne ich einen guten Berater während der Prüfung?

Ein guter Berater führt die Verhandlungen aktiv, ist fachlich sattelfest und lässt nicht zu, dass der Prüfer unberechtigte Schätzungen vornimmt.

Kann ich eine Nachzahlung in Raten begleichen?

Ja, bei Liquiditätsengpässen kann Ihr Steuerberater eine Stundung oder Ratenzahlung beim Finanzamt beantragen.

Sie haben weitere Fragen?

Zögern Sie nicht, uns persönlich zu kontaktieren:

Diesen Artikel teilen