Digitalisierung & Buchhaltung
Bilanz
Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz ist eine stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens. Sie ist Bestandteil des Jahresabschlusses und für alle buchführungspflichtigen Unternehmen vorgeschrieben. Rechtsgrundlagen sind §§ 242 ff. HGB für das Handelsrecht und § 5 EStG für die Steuerbilanz.
Aufbau der Bilanz
Die Aktivseite zeigt, wie das Kapital eingesetzt ist: Anlagevermögen (Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge) und Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, liquide Mittel). Die Passivseite zeigt, woher das Kapital stammt: Eigenkapital und Fremdkapital (Darlehen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen). Beide Seiten müssen stets ausgeglichen sein: Aktiva = Passiva.
Handelsbilanz vs. Steuerbilanz
Die Handelsbilanz folgt den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB). Die Steuerbilanz kann davon abweichen, da steuerliche Bewertungsvorschriften eigene Regeln haben. In der Praxis wird häufig eine Einheitsbilanz erstellt, die beiden Anforderungen genügt, oder die Handelsbilanz wird durch steuerliche Anpassungen zur Steuerbilanz übergeleitet.
Bilanzpolitik
Im Rahmen der gesetzlichen Spielräume lässt sich die Bilanz durch bewusste Ausübung von Wahlrechten und Ermessensspielräumen gestalten — etwa bei der Bewertung von halbfertigen Arbeiten, Investitionsabzugsbeträgen oder der Bildung von Rückstellungen.
Bilanzkennzahlen für Bankgespräche
Banken analysieren Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und Liquiditätskennzahlen. Die BWA liefert unterjährig ähnliche Informationen und ist entscheidend für Kreditentscheidungen.
Professionelle Beratung bei Rohlmann StB
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