Steueroptimierung & Gestaltung

Stundensatz (kostendeckende Kalkulation)

Was ist der Stundensatz im Handwerk?

Der Stundensatz ist der Preis, den ein Handwerksbetrieb pro Arbeitsstunde in Rechnung stellt. Ein kostendeckender Stundensatz muss alle direkten und indirekten Kosten des Betriebs plus einen angemessenen Gewinnaufschlag abdecken. Ein zu niedrig kalkulierter Stundensatz führt systematisch zu Verlusten — auch wenn der Betrieb gut ausgelastet ist.

Wie der richtige Stundensatz berechnet wird, erklärt unser ausführlicher Artikel Stundensatz berechnen Handwerk: Formel + Rechenbeispiel.

Die 4 Komponenten des Stundensatzes

Ein vollständiger Stundensatz enthält:

  • Direkte Lohnkosten: Bruttolohn plus 25–35 % Lohnnebenkosten (Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Urlaub, Krankheit)
  • Gemeinkosten: Fahrzeuge, Maschinen, Miete, Versicherungen, Steuerberatung, Büro — auf alle produktiven Stunden umgelegt
  • Unternehmerlohn: Die eigene Arbeitsstunde des Inhabers muss eingepreist werden — mit 0 € anzusetzen ist verdecktes Dumping auf eigene Kosten
  • Gewinnaufschlag: 10–20 % für Puffer, Gewährleistung, Investitionen und schlechte Monate

Häufigste Kalkulationsfehler

Die häufigsten Fehler in der Praxis: Lohnnebenkosten mit 15 % statt realistischen 25–35 % angesetzt, produktive Stunden zu hoch angenommen, und der Stundensatz seit Jahren nicht an gestiegene Kosten angepasst. Das führt zu einer schleichenden Margenerosion die auf der BWA kaum sichtbar wird, wenn Umsatz und Auslastung stimmen.

Professionelle Beratung bei Rohlmann StB

Eine vollständige Deckungsbeitragsanalyse zeigt, ab welchem Stundensatz Ihr Betrieb tatsächlich verdient. Bei Rohlmann Steuerberatung führen wir diese Analyse für Sie durch. Vereinbaren Sie jetzt ein Erstgespräch.

FAQ

No items found.